Lehrerberichte

Hier finden Sie Kurz-Berichte von engagierten Lehrern, die Tapping in Eigenanwendung erlernt und Fortbildungen bei uns gemacht haben und dies nun mit Schülern praktizieren:
Ganz unten können Lehrer ihrer Berichte zur Ansicht für die Blog-Besucher eintragen. Danke für das Engagement – es ist immer interessant, über die praktische Umsetzung etwas zu lesen.

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März 2017

Bericht von Annett O., Lehrerin in Dresden, nach Modul IV und drei Einzel-Coachings

Liebe Iris,

nach unserem letzten Coaching möchte ich mich bei Dir herzlich für Deine Unterstützung bedanken und gleichzeitig motivieren, Dich weiter für die Einführung der Tappingtechnik in den Schulen stark zu machen.

Was hat die Fortbildung Modul 1 -4 für meine Arbeit und mich persönlich gebracht?

Ich habe in den letzten zwei Jahrzehnten sehr oft die Gelegenheit wahrgenommen, mich zu qualifizieren. Es gab gewiss sehr viele gelungene Fortbildungen, die deutliche Impulse für die Qualitätssteigerung meines Fachunterrichtes brachten. Dein Angebot sehe ich als I-Tüpfelchen. Selten, dass ich so viel Hilfreiches aus einer Fortbildungsmaßnahme direkt in meine tägliche Arbeit integrieren konnte und dass sie mich auch persönlich auf die nächste Entwicklungsstufe gebracht hat.

Besonders wichtig ist Tapping für meine pädagogischen Entscheidungen und beratenden Tätigkeiten. Mein Blickfeld auf die alltäglichen Sorgen der Schüler (und auch Kollegen) ist nun erweitert.
Oft erkenne ich schon im Ansatz mögliche Ursachen für aktuell auftauchende Probleme und habe nun ein Instrumentarium in der Hand, um auf die täglich neuen Herausforderungen flexibel zu reagieren. Mit Referendaren habe ich Tapping durchgeführt, um sich gegenüber einer schwierigen Klasse energetisch anders aufzustellen bzw. die Prüfungsangst vor einer geplanten Hospitation oder Prüfungsstunde zu überwinden.

Bei einer Kollegin half schon die Klarheit über die Zusammenhänge und das Aufzeigen möglicher Wege, um wieder besser zu schlafen. Mit einzelnen Schülerinnen meiner Klasse führte ich erfolgreich Tapping durch zu den Themen Prüfungsangst und Übernahme von Gruppenproblemen.

Mit gesamten Klassen probierte ich den Abbau der Aufregung direkt vor den Klassenarbeiten.

Nach Modul 1 und 2 habe ich bereits Einzelelemente im Biologieunterricht Kl. 8 zum Thema Stress eingesetzt, z.B. die Atemgleichgewichtsübung als Entspannung und Fokussierung vor Arbeiten.

Mein letzter Ansatz in meiner Klasse war, einfach vor Beginn der Chemiestunden alle Punkte durchzuklopfen, damit die Schüler aufnahme- und leistungsfähiger wurden. Ich konnte konzentrierteres Arbeiten feststellen.
Einigen Mädchen habe ich auch das Thymustapping und das Tagesmantra mitgegeben. Die Jungen tun sich mit solchen Themen naturgegeben schwerer. Sie sind gegenüber dem Tappingansatz nicht ganz so offen wie Mädchen. Meinem Erachten nach hängt das damit zusammen, dass diese Technik in der Wahrnehmung der breiten Öffentlichkeit noch gänzlich unbekannt ist.
Aber man kann sich keine eigene Meinung bilden, wenn man es nicht selbst erprobt hat.

Einmal habe ich den heilenden Punkt und das Thymustapping in einem Notfall eingesetzt. Die Schülerin war dadurch vom aktuellen Problem etwas abgelenkt, beruhigte sich zusehends und wurde für Worte zugänglich.

Vor der Fortbildung wusste ich noch nicht viel von den Glaubenssätzen, die wir durch unsere Erziehung mitbekommen haben und oft unsere heimlichen Antreiber sind oder den BIG FIVE, die unsere Einstellungen und Haltungen beeinflussen. Es ist erstaunlich, mit wie verhältnismäßig geringem Aufwand man diese erfolgreich bearbeiten kann, wenn man diese Methode beherrscht.
Mein Helfersyndrom ist z.B. überwunden. Heute berate ich meine Schüler mehr durch gezieltere Fragestellungen, zeige mögliche Ursachen auf, setze Denkimpulse und ermutige dazu, eigene Lösungen zu finden und so meine Ressourcen zu sparen. Früher hatte ich nach so einem Gespräch immer auch Aufgaben für mich mitgenommen. Heute bearbeite ich das anders.

Thymusdrüsentapping gehört mittlerweile wie Zähneputzen zum morgendlichen Ritual. Das Tagesmantra gestalte ich je nach anliegenden Aufgaben, gemäß Deinem Leitspruch: „Die Welt ist das, was ich von ihr denke.“.

So komme ich ruhig, entspannt und voller Energie früh in der Schule an. Dies überträgt sich auch auf die Schüler und den Unterrichtsablauf. Wenn mal etwas „Aufregendes“ vorgefallen ist, kann ich mich durch Tapping auch in einer kurzen Pause wieder runter bringen und nehme das so nicht mit in die nächste Klasse.
Nach einem Schultag bearbeite ich Dinge, die in mir nacharbeiten durch Tapping am Zeigefinger, so dass ich besser als früher auch mal abschalten und neue Kraft tanken kann.

Ohne die Einzelcoachings bei Dir wäre ich im letzten Jahr längere Zeit ausgefallen und hätte eine Kur beantragen müssen, da schon einfache schulische Aufgaben mich überforderten und mein Akku einfach tiefenentladen war. Keine Maßnahme der Stressreduktion und aktiven Stressbewältigung brachte einen nennenswerten Erfolg. Ich war ganze 8 Monate immer zu müde, erschöpft und litt unter chronischen Schmerzen.
Durch das Löschen der Erinnerung an zurückliegende Zeiten dauerhafter Überlastung hatte ich bereits nach dem ersten Coaching (d.h. nach einer Stunde Gespräch und Klopfen) wieder Zugang zu meinen Energieressourcen! Durch weitere Coachings gelang es, die Ursachen der Schmerzen aufzuspüren und das Schmerzgedächtnis zu löschen. Als Ergebnis kann ich wieder mit Freude und Energie an meine täglichen Aufgaben gehen. Noch vor einem Jahr konnte ich mir nicht vorstellen, wie ich diesen Beruf bis zur Rente ausüben soll.

Die Nachhaltigkeit der Methode zeigt sich darin, dass aus meinem Unterbewusstsein nun die neuen Programme auftauchen, wenn ich wieder mal dabei bin, in alte Gewohnheiten zurück zu fallen. Ich bringe mich nicht mehr in solche Überlastungssituationen wie früher bzw. überlege mir Maßnahmen zum Gegensteuern, suche andere Wege, um ans Ziel zu kommen. Das schafft keine Gesprächstherapie beim Psychologen.

Hilfreich wäre, wenn noch mehr Lehrer in den Genuss kämen könnten, diese Methodik für sich und auch für ihre Schüler zu entdecken. Der Lehrerberuf ist ein Beziehungsberuf, negative Emotionen tauchen im menschlichen Miteinander ebenso auf wie positive und werden häufig einfach nur weggedrückt, weil das nächste kommt. Ich glaube mit dem Wissen um Tapping würde vieles im Schulalltag einfach leichter von der Hand gehen. Die Lehrer, für die Tapping genauso eine gute Methode ist wie für mich, würden anders (z.B. weniger gestresst) mit den vielfältigen Herausforderungen des Schulalltages umgehen. Die Schüler könnten durch einen veränderten Umgang mit ihren Emotionen stressfreier lernen und so ihrem Potential stärker gerecht werden. Zu viele stehen sich einfach selbst im Weg, indem sie ihrem Unterbewusstsein die falschen Informationen geben.

Hervorragend gefällt mir Deine Idee, die Inhalte in den Ethikunterricht zu integrieren und damit nicht nur den Bekanntheitsgrad des Tappings zu erhöhen, sondern den Schülern durch ihre Erfahrungen intensiver den Zugang zur Tappingtechnik zu ermöglichen.

Ich würde mir eine Supervision wünschen, um aufgetretene Fragen zu klären, um mehr Sicherheit im Umgang mit schwierigen Fällen zu erlangen. Manches konnte ich leider nicht auflösen. Ich würde bei mir eher von ersten gesammelten Erfahrungen sprechen. Bis zum Beherrschen bedarf es noch viel Übung. Hilfreich wäre auch ein weiteres Modul, in dem es um die gezieltere Umsetzung der einzelnen Komponenten in der Schule geht.

Ich freue mich wieder von Dir zu hören.

Viel Erfolg.

Tschüß Annett

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Bericht von Evelyn Fellmann, Beratungslehrerin

Was bewirkt es an der 30. Oberschule Dresden,wenn 15 von 32 KollegInnen in einer schuleigenen 2-tägigen Fortbildung„Limit erreicht – Prävention und Gesundheitspflege für Lehrer“in den Modulen I und II die Tapping – Technik von Iris Mutschler – Austere kennenlernen durften und eine erste Selbstanwendung praktizieren konnten?

Als Beratungslehrerin lernte ich die Tapping – Technik im November 2015 von Iris kennen und wertschätzen. Ich empfand es als unterstützend und erfahrungsbereichernd im März 2016 eine eintägige Supervision zu Modul I und Modul II erleben zu dürfen.

Dies bestärkte mich darin, eine solche Fortbildung mit Iris „irgendwie“ an unserer Schule für interessierte KollegInnen über SCHILF zu organisieren. (Es gab unzählige Hürden zu nehmen, Iris war sehr kompromissbereit und letztendlich erfolgte die Genehmigung durch die SBA Dresden.)

Da eine solche Fortbildung für meine Kollegen vom Thema her schwer fassbar war (in den meisten Fällen endet das Interesse und Aufgeschlossensein für psychologische Themen meist nach dem Studium – Alltag, Familie und Wissensvermittlung stehen sehr stark im Fokus), stellte ich in einer Dienstberatung bei meinem Vorschlag „die Gesundheitshygiene für mich als Lehrer und eine schnelle Möglichkeit, Stress abzubauen und mich zu entspannen“ in den Vordergrund um meine KollegInnen für dieses Thema zu öffnen. (Das entsprach zwar nicht vollkommen der Ausschreibung, aber manchmal hilft es auch „von hinten durch die Brust“).

Mir war bewusst, dass die Selbstakzeptanz, Emotionen persönlich zu erkennen, sie zu benennen und vor allem zu akzeptieren im Kollegenkreis sehr unterschiedlich ausgeprägt sind.

Das spiegelt sich auch täglich in der Arbeit mit den Schülern.

Ich beobachte eine sehr unterschiedliche Ausstrahlung des Einzelnen auf seine Mitmenschen (KollegInnen/SchülerInnen).

Dies ist natürlich eng gekoppelt mit Akzeptanz, Achtung, Wertschätzung im Unterricht:

  • wie der Schüler den Lehrer erlebt als auch
  • wie der Lehrer den Schüler erlebt.

Ersteres empfinde ich als primär.

Ich stellte als Beratungslehrerin auch fest, dass es für die Mehrheit der KollegInnen schwierig ist, eigene Emotionen exakt zu benennen; es ein großer Schritt ist, sich dazu zu bekennen und sie zuzulassen.

„Was fühle ich gerade?“… für viele ist dies sehr schwer zu beantworten, da über eigene Gefühle wenig gesprochen wird.

Bei der Beantwortung dieser Frage

  • öffne ich mich
  • ich gebe etwas von mir preis
  • es macht mich für andere verletzlich.

Schon zu Beginn unserer Fortbildung am 04. und 05.08.2016 waren meine KollegInnen neugierig, in der Mehrzahl aufgeschlossen, einige zweifelten und hinterfragten oft.

Der Ausstrahlung, dem Fachwissen, dem Vorleben, dem „von der Sache total überzeugt sein“, dem strukturierten Vorgehen – eben dem  „Erlebnis Iris“ – ist es zu verdanken, dass der zweitägige Kurs ein vollkommener Genuss und eine total neue Erfahrung für meine KollegInnen darstellte.

Unserem Schulleiter, der zu Beginn des zweiten Tages unserer Fortbildung in den Raum kam um uns zu begrüßen, entfuhr völlig überrascht beim Öffnen der Tür:

„Meine lieben Kolleginnen und Kollegen – was ist mit ihnen geschehen, sie strahlen einen Mut und eine Zuversicht aus – so habe ich sie noch nie erlebt!“

… und das, obwohl wir,  wie seit Jahren (nur noch ein Wochenende trennte uns davon) das neue Schuljahr total ungeordnet beginnen würden

  • ohne gültige Stundenpläne für die Klassen  (nur ein Interimsplan, in den wir uns eingetragen hatten, um täglich jede Klasse 6 Stunden zu unterrichten)
  • ohne Ersatz-Lehrer für Gemeinschaftskunde und Recht (die Kollegin wurde vor Beginn  der Sommerferien langzeitkrank)
  • ohne Ersatz-Lehrer für Biologie und Chemie (die Kollegin unterrichtete nur noch bis Ende September und ging vor Beginn der Oktoberferien 2016 in den Vorruhestand)

Nach Aussage meiner (fortgebildeten) KollegInnen begann das neue Schuljahr für sie ruhig, emotional entspannter als sonst.

Ca. 2/3 der KollegInnen praktizierten das Klopfen der Thymusdrüse anfangs sehr regelmäßig und empfanden es als wohltuend, unterstützend und hilfreich.

Die Anfangseuphorie ließ allerdings schnell nach, der Alltagstrott (Familie/Schule) hatte sie wieder eingeholt.

Am 14.11. und 15.11.2016 ermöglichte es unser Schulleiter, dass trotz laufendem Schulbetrieb 6 KollegInnen an der Fortführung der durch die SBA Dresden ausgeschriebenen Weiterbildung Modul III und Modul IV teilnehmen durften.

Das aktivierte natürlich und gab den Anstoß, sich wieder intensiver mit Tapping zu beschäftigen.

Auch hier vermute ich, wenn man eigene Emotionen nur schwer exakt benennen kann, hat man in der Selbsterfahrung mit Tapping nicht sofort so starke Erfolge.  Aber „steter Tropfen höhlt den Stein“ – je öfter man es persönlich an sich selbst anwendet, desto geübter wird man im Ablauf und kann sich immer intensiver auf die Inhalte konzentrieren.

Ich bin sehr zuversichtlich, dass das Thema „Tapping“ noch viele neue Herausforderungen für uns an unserer Schule bereithält.

So wurde von meinen KollegInnen gewünscht, eine Selbsthilfegruppe zu gründen:

  • so dass wir uns 1x wöchentlich treffen
  • unsere Erfahrungen austauschen können
  • den Tapping – Ablauf automatisieren

Dem stehe ich sehr offen gegenüber und denke, dass meine Eigenerfahrungen, meine Tapping-Erfahrungen beim Klopfen mit Schülern vor Klassenarbeiten und vor Prüfungssituationen sowie mein Rat diesen Austausch befördern können.

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Ilona Hofmann, Grundschule Großschönau

1. Anlass: S. (9 J.) war ständig traurig, weil er sich hoffnungslos überfordert fühlte. Er weinte sehr häufig und hatte vor Klassenarbeiten in allen Fächern maßlose Angst.
Einführung/ Verlauf:
L: Du bist so traurig S. und ich sehe dich sehr oft weinen. Kannst du mir sagen, woran das liegt?
S: Ich habe solche Angst, eine schlechte Note zu bekommen. Ganz schlimm ist es, wenn wir eine Arbeit schreiben. Ich denke immer, ich schaffe es nicht und mache alles falsch.
L: Ich kenne eine Technik, die auch Sportler und Schauspieler anwenden, wenn sie sehr aufgeregt sind. Sie klopfen dann z.B. einen Punkt, der in der Nähe ihres Herzes liegt, um sich zu beruhigen. Es gibt aber noch viele andere Punkte. Ich könnte dir diese Technik zeigen und vielleicht kannst auch du damit deine Angst besiegen. Hast du Lust, das mal auszuprobieren?
S. ist einverstanden und ich zeige ihm in aller Ruhe alle Punkte. Wir klopfen sie zunächst einmal durch, ohne etwas dabei zu sprechen – nur so, um sich mit der Methode vertraut zu machen.
Nun lasse ich S. auf der Skala von 1 bis 10 die Intensität seiner Angst einschätzen.
Erwartungsgemäß liegt sie bei 10.
Ich erkläre ihm, dass wir zunächst einmal den heilenden Punkt reiben und er meine vorgegebenen Sätze einfach nachsprechen soll.
S.sitzt mir gegenüber und sieht gar nicht so ängstlich aus.
Bsp. Tapping-Sätze:
Auch wenn ich große Angst habe, eine schlechte Note zu bekommen, weiß ich, dass ich völlig in Ordnung bin.
Auch wenn ich Angst habe, die Aufgaben nicht zu schaffen und dann eine schlechte Note zu bekommen, bin ich völlig o.k. (je 3x)
Nun überlegen wir gemeinsam einen Satz, der zu seiner Angst passt und stimmig klingt.
S. arbeitet richtig gut mit und sein Tapping-Satz lautet:
Meine Angst, dass ich so viel lernen muss…
Nach der ersten Klopfrunde war die Angst immer noch auf 6. Deshalb haben wir eine zweite Runde gemacht. Hier wurde er etwas konkreter.
Meine Angst, dass Mama mich nicht mehr so lieb hat, wenn ich eine schlechte Note bekomme.
Dann folgte die Abschlussrunde mit positiven Sätzen an der Handkante. (Buch S. 36)
Ich erkenne an, dass es wirklich viel ist. Ich weiß aber, dass ich das schaffen kann. Ich hole mir Hilfe, wenn es mir zu viel wird. Ich bin absolut zuversichtlich, dass ich gute Noten schreiben kann. Jetzt lasse ich locker und lerne entspannt weiter.
Nach Abschluss dieser Runde war S. Angst noch auf 3. Ich sagte ihm, dass er ja jederzeit und überall tappen kann und dass ich ihn bitte, das auch zu tun. Sozusagen als kleine HA.
Zwei Wochen später:
Anlass: S. schreibt in der nächsten Woche eine große Deutsch – KA und hat Angst davor.
Verlauf/ Klopfthema:
L. Wie geht es dir heute S.? Und was macht deine Angst?
Es geht ihm ganz gut, aber da in einer Woche eine Deutsch-KA geschrieben wird, ist seine Angst wieder sehr hoch.
L. Wovor hast du denn Angst? Bist du nicht gut in Deutsch – fällt es dir schwer?
S. Ich mag Deutsch nicht so. Ich schreibe nicht gern. Ich schreibe vieles falsch. Und für die Arbeit muss ich so viel lernen. Ich schaffe das nicht. Ich habe Angst, dass ich es nicht kann.
Ich frage ihn, ob er zu Hause geklopft hat und er erzählt mir, dass er sich gemeinsam mit seiner Mutti im Internet zum Thema Tapping informiert hat. Er hat in Angstsituationen das Schlüsselbein geklopft und sein Passwort „Schildi“ dazu gesagt und das hat ihm immer geholfen.
S. bestimmt den Wert seiner Angst wieder mit 10.
Ähnlich wie in der letzten Woche, beginnen wir mit den Obwohl/ Auch wenn – Sätzen.
Hier lehne ich mich stark an dein Buch: „Die Klopftechnik in der Schule“.
Bsp. Tapping-Sätze:
Obwohl ich Angst habe bei der Deutscharbeit nicht alles zu schaffen, bin ich vollkommen in Ordnung.
Obwohl ich schon ganz erschöpft bin, weil ich immer so viel lernen muss, bin ich völlig o.k.
Obwohl mir das Lernen nach der Schule manchmal echt zu viel wird, kann ich mich gut leiden.
Nun suchen wir gemeinsam nach einem Satz, der stimmig ist.
Meine Angst, dass ich es nicht schaffen werde, mir alles zu merken…
Wir klopfen den Satz und variieren ihn zwischendurch:
Ich frage nach dem Wert seiner Angst nach dieser Runde. S. meint 6.
Wir versuchen der Sache etwas näher zu kommen.
L.: Was würde passieren, wenn du die Arbeit verhauen würdest. Wir finden den passenden Satz:
Meine Angst, dass ich meine Eltern enttäusche, wenn ich in der Schule schlechte Noten schreibe…
Es folgt die Tapping-Runde und die Auflösung an der Handkante.
Ich löse meine Angst… auf. An ihre Stelle setze ich … Ich fragte S., was er statt der Angst haben wollte… Fröhlichkeit
Dann fragte er, ob wir das mit „Schildi“ wieder machen.
Und jetzt benutze ich deine positiven Abschlusssätze aus dem Buch und S. klopft diese lieber am Schlüsselbein statt an der Handkante.
…ich kann ruhig und gelassen an alle KA herangehen, denn ich lerne vor jeder Arbeit
…ich bin zuversichtlich und mutig und ich schaffe das.
…ich lasse jetzt locker und freue mich auf das Spielen am Nachmittag
Er freut sich unheimlich nach jedem Satz sein Passwort „Schildi“ zehnmal zu sagen. Er zählt mit den Fingern mit.
Am Schluss machen wir noch die Faustübung.

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Fr. Cornelia Richter, BSZ Löbau

1. Anlass:
Schülerin 22, kommt zu mir nach Hause, ich bin ihr letzter Ausweg – kompletter innerer Zusammenbruch, aufgrund von schwieriger familiärer und betrieblicher Situation.
Einführung, Verlauf spez. Tapping-Sätze:
Nach Erstversorgung (Tee, zuhören) Entscheidung von mir, sofort mit dem Tapping zu beginnen: Ausgleichsübung Atmen, Thymusklopfen, mit Glaubenssatz, kurze Einführung Tapping.
Bsp. Tapping-Sätze:
Obwohl mein Leben ausweglos für mich ist,…
Obwohl ich völlig ratlos bin,… wähle ich, für meine Lebensgestaltung, Rat und Hilfe anzunehmen, mich zu öffnen für neue Methoden der Emotionsverarbeitung, zu akzeptieren, dass ich mein Leben fließen lassen kann.
Aufnahme durch den Schüler:
Erst einmal völlige Erleichterung, eine Sicherheit gefunden zu haben, sehr schnelle Auffassung der Tapping Technik – wirkte wie Rettungsanker, kam zur Ruhe.
Entwicklung, mit Ergebnis:
Habe Übungsvideos von Frau Austere gezeigt, sie hat ab diesem Tag sofort allein mit Tapping begonnen, hat selbständig weitergearbeitet, arbeitet vorwiegend mit Büchern von Louise Hay – Affirmationen als Grundbaustein für ein Lebensfundament und E. Tolle – Jetzt, die Kraft der Gegenwart, hat das Schreiben für sich als Verarbeitungstechnik erkannt, klopft täglich.
Macht der Schüler weiter Tapping?
Zitat vom Schüler über die erlernte Technik: „Es ist die Technik, die mich mit aller Hilfe von Ihnen, wieder LEBEN lässt und alle in mir verborgenen, unterdrückten von anderen bis dahin beherrschten eigenen Eigenschaften endlich mich selbst sein lassen und ich endlich so sein kann, wie ich bin.“
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2. Anlass:
Schülerin 19, hat Angst, mündliche Leistungskontrollen vor der Klasse zu absolvieren, kann nicht sprechen, weint, hat in vorherigen Schulen immer eine extra Einzelkontrolle bekommen, damit es überhaupt geht, wurde bereits in Grundschule kritisiert, weil zu langsam, falsche Antworten, überfordert..
Einführung, Verlauf spez. Klopfsätze:
Habe sie angesprochen, ob sie eine Methode kennenlernen möchte, mit der es möglich ist, diese Angst zu überwinden. Methode gesamt erklärt, etwas verwundert über neue Technik. Beim 1.Treffen nur Thymusliste und Erklärung Klopfablauf (etwas zurückhaltend), 2.Treffen – Ausgleichsübung Atmen, Thymusklopfen, mit Glaubenssatz, kurze Einführung Tapping,
Bsp. Tapping-Sätze:
Obwohl ich Angst habe, vor der Klasse zu versagen…,
Obwohl es möglich ist, das ich nicht mehr weiter weiß und ich kritisiert werde… wähle ich, dass ich mich gut auf den Unterricht vorbereitet habe, dass es mir Freude macht, über die Dinge zu reden, die ich für meinen Beruf benötige, dass ich ruhig und gelassen bleiben kann, bei einer falschen Antwort mir der Lehrer Fragen stellen kann, jeder andere Mitschüler auch in die Situation kommt und vor der Klasse seine Leistungen zeigen wird.
Aufnahme durch den Schüler:
Da sie es „einfach gut“ fand, konnte sie beim 2. Treffen das Problem komplett klären.
Entwicklung, mit Ergebnis:
Zwei Tage später mdl. Kontrolle vor der Klasse, es verlief ohne Aufregung vorher und ohne Aufregung in der Stimme. Auf meine Anfrage, ob alles ok ist sagt sie: „ Ich habe mich selbst nicht erkannt. Bin ich die, die hier vorn steht?“ ,
Macht der Schüler weiter Tapping?
Zitat vom Schüler über die erlernte Technik: – klopft täglich Thymusdrüse: „Mir geht es so wohl dabei“, haben auch noch Beziehungsthema bearbeitet, mit sehr gutem Erfolg.
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3. Anlass:
Schülerin 24, ist stinksauer, wie schludrig einige Kollegen im Betrieb arbeiten, sie dann lieber die Arbeit selbst macht und sie es ziemlich aufregt, manchmal ein bisschen viel auf einmal will.
Einführung, Verlauf spez. Tapping-Sätze:
Habe sie angesprochen, nachdem sie mir mehrere Male von ihrem Frust berichtete. Methode gesamt erklärt, etwas verwundert über neue Technik, aber sofort aufnahmebereit. Thymusliste und Erklärung Klopfablauf, Ausgleichsübung Atmen, Thymusklopfen, mit Glaubenssatz, kurze Einführung Tapping.
Bsp: Tapping-Sätze:
Obwohl ich stinksauer über die Arbeitsweise einiger Arbeitskollegen bin,…
Obwohl ich es ihnen nicht zu sagen brauche, da sie nicht auf mich hören werden… wähle ich ab sofort, meine Vorstellungen von sauberer ordentlicher Arbeit mit ihnen in Ruhe zu bereden, ich akzeptiere, dass sie bei der Arbeit eigene Methoden haben und ich aufgrund ihrer Einstellung zur Arbeit und meiner begrenzten Befugnis als Lehrling nur Teilerfolge erzielen werde, ich trotzdem zu dem Ziel einer für mich zufriedenstellenden Zusammenarbeit gelange.
Aufnahme durch den Schüler:
„Das beruhigt aber“, findet Methode gut.
Entwicklung, mit Ergebnis:
Es kam zur 2. Tapping-Runde mit konkreter Person, da bei 1. Eigenkontrolle die Basis zu den anderen hergestellt war. Zitat: “Ich denke, ich kann das jetzt, mit ihr reden und wenn ich es in Ruhe erkläre und wir es gemeinsam in Ordnung bringen, bin ich zufrieden.
Macht der Schüler weiter Tapping?
Feedback vom Schüler über die erlernte Technik: will sich jetzt Technik genauer erarbeiten
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4. Anlass
Schüler 22, innerlich lebhaft, aber sehr zurückhaltend im Ausdruck anderen gegenüber, war oft krank, ich habe ihn angesprochen, mehrere Gespräche mit ihm geführt, bis er mir erzählte, das sein Vati als er 15 Jahre war, verstorben ist, mit 18 Jahren er anfing Verlustängste zu haben und vor allem Angst vor dem eigenen Selbstwertgefühl hat. Er sagt selbst, dass seine Persönlichkeit sich seither geändert hat und er selbst nicht zufrieden ist, wie er sich anderen gegenüber gibt und er eigentlich wieder der “Alte“ sein will. Es war vorher alles so ok, gute Erziehung, das Leben war in Ordnung. Jetzt hat er um sich herum eine Hülle, nach Anfrage meinerseits, wie Stahlbeton, um ja nicht anderen zeigen zu müssen, wie es wirklich mit ihm aussieht. Jetzt fällt er oft aus, und hat deswegen richtige „Ausfalltage“ mit sich selbst, die nach 2/3 Tagen wieder gehen. Hat durch Mutti /neuer Freund und Freundin starken Rückhalt

Einführung /Verlauf: 1.Treffen nur Thymusliste angelegt und Handbuch als PC-Datei, Louise Hay, “ Klänge der Heilung“, E. Tolle, Musik CD „Jetzt“ Ausgleichsübung Atmen, Thymusklopfen, mit Glaubenssatz, kurze Erklärung Klopfablauf 1. Klopfrunde, etwas skeptisch, braucht Aufmunterung, sehr langes und ausführliches Gespräch vorher

spezifische Tapping-Sätze: obwohl ich aus Angst vor dem eigenen Selbstwertgefühl mir eine Hülle aus Stahlbeton um mich gelegt habe… obwohl es ein Risiko für mich bedeutet, diese Stahlbetonhülle zu zersprengen… Haben Klopfen mit der Handrückenserie beendet.

Aufnahme durch den Schüler:
erst einmal gut, ich habe so einen Druck im Brustbein,2. Klopfrunde angeschlossen: der Druck in meinem Brustbein…

Entwicklung / Ergebnis:
da es sein letzter Schultag war, nur noch telefonischer Kontakt über SMS, Anfrage von mir, wie es ihm geht, da ja doch ein sehr sensibles Thema angesprochen wurde. Es geht ihm gut,… durch unsere Arbeit ist ihm bewusst geworden, wie sehr er sich selbst eingeschränkt hat. Mit dieser Grunderkenntnis für sich, will er an sich arbeiten und wieder in den normalen Alltag finden.

Feedback vom Schüler / Zitat: Technik ist ok, er meint, das Gespräch, zuhören, Verständnis habe am Meisten geholfen. Da er nun im Nachhinein zu seiner eigenen Grunderkenntnis gekommen ist, habe ich den Eindruck, dass die Stahlbetonhülle nicht mehr existiert.

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